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Über uns

Technologie trifft Leidenschaft – und jahrzehntelange Erfahrung im Metallbau

Hinter dem innovativen Speicherpatent steht kein Konzern, sondern ein außergewöhnlicher Mensch:

Rudolf Butterwegge, der Gründer von Hyd4ce war Jahrzehnte lang Geschäftsführer der budo Metallbau GmbH.
Er ist ein Tüftler, Visionär und echter Experte in seinem Metier – mit einem tiefen Verständnis für Metall, Mechanik und industrielle Prozesse.

Seit über 20 Jahren entwickelt und produziert er mit seinem Unternehmen hochpräzise Komponenten aus Aluminium, Stahl und Speziallegierungen für den Maschinenbau, die Luftfahrt und Industrieanwendungen. Die budo Metallbau GmbH mit Sitz in Ostwestfalen hat sich durch Qualität, Flexibilität und technische Tiefe einen exzellenten Ruf in der Branche erarbeitet.

Doch was den Entwickler wirklich auszeichnet, ist seine Begeisterung für funktionale Lösungen – insbesondere dort, wo andere Probleme sehen. Das zeigt sich auch in der patentierten Energiespeicherlösung: Sie vereint ingenieurtechnisches Know-how mit einer klaren Vision für eine nachhaltige Energiezukunft.

„Wenn man sich mit ihm unterhält, wird man mit erstaunlichem Fachwissen nahezu überschüttet – aber genau das braucht es, um echte Durchbrüche zu schaffen.“

Das Patent ist das Ergebnis jahrelanger technischer Überlegungen, konstruktiver Entwicklung und praktischer Erfahrung im Metall- und Maschinenbau.

Mit Hyd4ce, der patentierten Rotationsspeicher-Technologie, bringt Rudolf Butterwege seine langjährige Expertise auf ein neues Level: von der metallverarbeitenden Präzision in den Energiemarkt der Zukunft.

Rudolf Butterwegge
Gründer von Hyd4ce und Metallbaumeister

Interview mit einem Visionär

Die folgenden Angaben beschreiben den derzeitigen Konzept- und Planungsstand aus Sicht des Erfinders. Konkrete Leistungsdaten sind abhängig von Auslegung, Konstruktion und technischer Validierung.

Was ist HYD4CE und wie ist die Idee entstanden?

HYD4CE ist die Idee, aus Wind und Sonne – speziell aus Wind – dauerhaft Strom zu erzeugen.

Entstanden ist die Idee in den 1990er-Jahren. Damals wurden im Nachbarort die ersten Windkraftanlagen mit einer Nennleistung von 500 Kilowatt aufgestellt. Nach einigen Jahren hatte ich Kontakt zu einem Betreiber. Er erklärte mir, dass diese 500 Kilowatt in der Praxis gar nicht erreicht würden. Im Jahresdurchschnitt läge die Leistung eher bei rund 130 Kilowatt, also ungefähr bei einem Drittel.

Damals galt Windkraft als die neue, CO₂-freie Energie der Zukunft. Ich dachte mir jedoch: Letztlich steht dort ein Dynamo auf einem Turm. Ohne Drehzahl gibt es keinen Strom. Bei Anwendungen wie Krankenhäusern oder Ampelanlagen wird das schnell zum Problem. Für mich war deshalb klar, dass diese Technik noch nicht ausgereift war.

Umso mehr wundert es mich, dass die Anlagen heute in vielfacher Größe gebaut werden, grundsätzlich aber noch immer mit derselben Technologie arbeiten.

Ich habe mir daher überlegt, wie man aus Wind, der unregelmäßig und mit unterschiedlicher Stärke weht, dauerhaft Strom erzeugen kann. Mein Ansatz war: Ich produziere nicht zuerst Strom, um ihn anschließend zu speichern. Stattdessen erzeuge ich den Strom genau dann, wenn er benötigt wird – und zwar in der Menge, die gebraucht wird oder im Speicher verfügbar ist.

Das lässt sich aus meiner Sicht nur mit einem Massenspeicher umsetzen. Dieser soll hydraulisch und damit möglichst verschleißfrei gelagert werden.

Die zentrale Herausforderung bestand darin, die geringe Drehzahl des Propellers aufzunehmen und damit den Massenspeicher immer schneller drehen zu lassen. Dafür braucht es natürlich keine kleine Masse von wenigen Kilogramm, sondern ein sehr schweres Gewicht.

Ich hatte dazu Kontakt mit der Saarschmiede. Dort sagte man mir, dass aktuell Bauteile mit einem Gewicht von bis zu 125 Tonnen gefertigt werden können. Größere Massen könnten gegebenenfalls aus mehreren Teilen zusammengesetzt werden. Für mein Konzept waren diese 125 Tonnen zunächst gesetzt.

Diese Masse soll hydraulisch gelagert und angetrieben werden. Der Propeller einer Windkraftanlage erreicht nur eine relativ geringe Drehzahl. Diese Eingangsdrehzahl soll genutzt werden, um die Schwungmasse auf eine möglichst hohe Drehzahl zu bringen (ca. max. 5.000 U/min) und dadurch Energie zu speichern.

Die Übertragung erfolgt hydraulisch, genauer gesagt über Hydrostaten. Am Propeller befindet sich ein Hydrostat, der als Pumpe arbeitet. Er fördert je nach Windstärke eine variable Ölmenge.

Im Fundament befindet sich das Schwungrad. Auf dessen Eingangsseite arbeitet ein entsprechender Hydrostat als Motor. Durch die Veränderung des Schluckvolumens lässt sich die Drehzahl der Schwungmasse erhöhen.

Auf der Ausgangsseite wird ein Generator installiert. Bei einer Windkraftanlage mit 500 Kilowatt Nennleistung wäre aus meiner Sicht ein Generator mit etwa 150 Kilowatt sinnvoll, da die durchschnittlich verfügbare Leistung ohnehin deutlich niedriger liegt.

Auch dieser Generator wird über Hydrostaten angetrieben. Unabhängig davon, wie schnell sich die Schwungmasse gerade dreht, kann der Generator über die entsprechende Regelung konstant mit 1.250 Umdrehungen pro Minute betrieben werden.

Der wesentliche Vorteil meines Systems besteht darin, dass Speichern und Stromerzeugung gleichzeitig möglich sind.

Bei anderen Schwungradspeichern wird die Masse zunächst über einen Motor auf Drehzahl gebracht. Sobald die maximale Drehzahl erreicht ist, wird der Motor umgeschaltet und arbeitet anschließend als Generator. Man kann das System also entweder laden oder entladen.

Bei HYD4CE kann die Schwungmasse während der Stromerzeugung bereits wieder durch neu aufkommenden Wind beschleunigt werden. Während sie auf der Ausgangsseite den Generator antreibt und dabei Drehzahl verliert, kann auf der Eingangsseite gleichzeitig wieder Energie zugeführt werden.

Das ist der Grundgedanke von HYD4CE.

Was war Ihnen bei der Entwicklung von Anfang an besonders wichtig?

Von Anfang an war mir wichtig, dass jede einzelne Windkraftanlage weitgehend autark arbeiten kann.

Mit dem selbst erzeugten Strom und gegebenenfalls einem kleinen Zwischenakku soll sich die Anlage eigenständig regeln können.

Natürlich kann das gesamte System zusätzlich überwacht werden. Wenn mehrere Windkraftanlagen miteinander vernetzt sind, lässt sich jederzeit erkennen, wie viel Energie in den einzelnen Speichern vorhanden ist und wie lange diese noch Strom liefern können.

Ganz ohne Kraftwerke werden wir vermutlich nicht auskommen. Ihr Einsatz könnte jedoch auf ein Minimum reduziert werden. Die Kraftwerke könnten anhand der gemessenen potenziellen Energie in den Speichern ihre eigene Leistung entsprechend anpassen und möglichst effizient im unteren Leistungsbereich arbeiten – beispielsweise Gaskraftwerke oder andere regelbare Kraftwerke.

Welche ökologischen und sozialen Vorteile bietet HYD4CE?

Das System soll überwiegend aus metallischen und industriell wiederverwertbaren Komponenten aufgebaut werden.

Bei den Rotorblättern müsste man grundsätzlich überlegen, ob weiterhin glasfaserverstärkte Kunststoffe verwendet werden oder ob andere Bauweisen möglich sind, beispielsweise Hohlflügel oder Konstruktionen aus Aluminium.

Die Türme könnten deutlich schlanker gebaut werden, weil sich oben keine Generatoren mit einem Gewicht von mehr als 100 Tonnen befinden. Die schweren Komponenten werden am Boden installiert und können zugleich in die Konstruktion des Fundaments eingebunden werden.

Dadurch wird weniger Beton beziehungsweise Zement benötigt.

Das Hydrauliköl ist gewissermaßen das Blut der Maschine. Es überträgt die Kraft und schmiert gleichzeitig die gesamte Anlage. Bei einem späteren Rückbau könnte das Öl erneut raffiniert und wiederverwendet werden, statt es zu entsorgen.

Auch der verbaute Stahl kann eingeschmolzen und für andere Zwecke wiederverwendet werden.

Das System benötigt keine seltenen Erden, keine großen Batteriespeicher und keine zusätzlichen Rohstoffe, die aufwendig aus der Erde gewonnen werden müssen.

Batterien verfügen nur über eine begrenzte Anzahl an Lade- und Entladezyklen. Danach stellt sich immer die Frage der Aufbereitung oder Entsorgung. Dieses Problem entfällt bei einem mechanischen und hydraulischen Speichersystem weitgehend.

Durch den hydraulischen Schmierfilm ist das System außerdem auf einen möglichst dauerhaften Betrieb ausgelegt. Je kontinuierlicher die Anlage läuft, desto besser.

Warum heißt das System HYD4CE und welche Bedeutung hat die Zahl Vier?

Der Name HYD4CE leitet sich von der Hydraulik ab. Nur mithilfe der Hydraulik lassen sich die großen Massen aus dem Stillstand heraus in Bewegung bringen und kontrolliert beschleunigen.

Die Schwungmasse mit einem Gewicht von bis zu 125 Tonnen soll später mit ungefähr 5.000 Umdrehungen pro Minute rotieren.

Die Zahl Vier steht für die vier Hydrostaten, die im System eingesetzt werden.

Zwei Hydrostaten befinden sich auf der Eingangsseite. Sie nehmen die vergleichsweise niedrige Drehzahl des Rotors auf und übertragen die Energie so, dass sich die Schwungmasse zunehmend schneller dreht.

Zwei weitere Hydrostaten befinden sich auf der Ausgangsseite. Sie sorgen dafür, dass unabhängig von der aktuellen Drehzahl der Schwungmasse eine konstante Drehzahl von 1.250 Umdrehungen pro Minute für den Generator bereitgestellt wird.

Vier Hydrostaten und ein vollständig hydraulisches System – daraus entstand der Name HYD4CE.

Kann HYD4CE auch an bestehenden Windkraftanlagen installiert oder nachgerüstet werden?

Ja, HYD4CE kann grundsätzlich auch für bestehende Anlagen verwendet werden. Dafür wären allerdings einige Umbauten erforderlich.

Ein Nachteil wäre, dass bei bestehenden Windkraftanlagen die bereits vorhandenen großen Fundamente weiterhin bestehen bleiben. Die Schwungradanlage müsste wahrscheinlich neben der Windkraftanlage errichtet werden.

Der große Generator in der Gondel könnte entfernt werden, da das System auf die tatsächlich durchschnittlich verfügbare Leistung ausgelegt ist und nicht auf die maximale Nennleistung.

Oben in der Anlage würde stattdessen ein Hydrostat eingebaut. Über Rohrleitungen würde die Hydraulikverbindung bis zum Speicher am Boden geführt.

Die Hydrostaten arbeiten mit einem Druck von bis zu etwa 400 bar. Bei einer Rotorachsenhöhe von ca. 250 Metern hätten wir einen Druckverlust von 25 bar zu rechnen - das würde unseren Wirkungsgrad nur unwesentlich schmälern.

Ist HYD4CE auch für Photovoltaikanlagen geeignet?

Ja, grundsätzlich lässt sich das System auch mit Photovoltaikanlagen kombinieren.

Photovoltaikanlagen erzeugen Gleichstrom. Dieser könnte Gleichstrommotoren antreiben, die wiederum einen Hydrostat betreiben.

Der erzeugte hydraulische Volumenstrom könnte über Ventile oder entsprechende Verteilungen in das Schwungradsystem geleitet werden. Auf diese Weise ließe sich die Schwungmasse tagsüber mit Solarenergie beschleunigen.

Die gespeicherte Energie könnte anschließend beispielsweise nachts wieder genutzt werden, indem die Schwungmasse kontrolliert abgebremst und dabei der Generator angetrieben wird.